Gemeinderatssitzung vom 27.01.2022 hier zu Top 8 und 9

1. Februar 2022

Die Aufwertung und Entwicklung des Ortskerns steht schon seit Jahrzehenten im Focus unserer Gemeinde. Innenentwicklung vor Außenentwicklung so unser Credo. Zu diesem Zwecke wurden und werden Sanierungsgebiete ausgewiesen, welche mit beträchtliche Finanzmittel für öffentliche und private Sanierungsmaßnahmen ausgestattet sind.

Unter Top 8 und 9 der Gemeinderatssitzung vom 27.01.2022 stand das aktuellen Sanierungsgebiets „Ortskern III zwischen Schulstraße und Unterdorfstraße „, gelegene Blockinnenbereich für den die folgenden übergeordneten städtebaulichen Zielsetzungen formuliert wurden:

  1. Neuordnung und Nachverdichtung im Inneren des Siedlungsblocks unter Berücksichtigung freiräumlicher Qualitäten
  2. Abbruch nicht mehr erhaltenswerter Bausubstanz
  3. Schaffung neuer Wegeverbindungen (Nord-Süd und Ost-West Richtung)
  4. Aufwertung und Neuordnung vorhandener Parkplatzflächen

Um mit der Weiterentwicklung neue Fahrt aufzunehmen soll nun ein Bebauungsplan für einen Teilbereich des Quartiers aufgestellt werden. Mit Hilfe des Bebauungsplans will die Gemeinde planungsrechtliche Voraussetzungen für eine städtebaulich geordnete Entwicklung des Areals schaffen.

Neben Regelungen zur Bebauung und Nutzung in 1. und 2. Reihe, wird der Bebauungsplan vor allem Festlegungen zu öffentlichen sowie privaten Wegen, Parkplatzflächen und Freiflächen treffen müssen. Zur Verwirklichung der städtebaulichen Ziele werden auch die bestehenden Grundstücksverhältnisse neu zu ordnen sein, aber nur unter Mitwirkung der Eigentümer im ausgewiesenen Plangebiet.

Im Rahmen des Umlegungsverfahrens werden Gespräche mit den Eigentümern zu führen sein, in denen zum einen die Interessen der Eigentümer abgefragt und zum anderen Entwicklungschancen aufgezeigt werden.

Die Gespräche sollen von Herrn Dr. Neureither geführt werden, der unserer Gemeinde im Zusammenhang mit vielen Bebauungsplänen und Bodenordnungen als sehr profund und fair mit solchen Aufgaben in der Vergangenheit umgegangen und bekannt ist.  Immer mit dem klaren Bekenntnis, dass eine Umlegung nur mit der Zustimmung der Eigentümer funktioniert und vor allem akzeptabel ist. Der Gemeinderat hat an einem Zeitpunkt in der Zukunft noch einmal die Pflicht und die Möglichkeit, zu entscheiden und abzuwägen ob die Planung und die Vorschläge den Zielen der Gemeinde entsprechen und auch dann die Möglichkeit bei zu großen Differenzen das weitere Vorgehen abzubrechen. Erfahrungsberichte aus der Vergangenheit aus anderen Gebieten zeigen aber auch, dass es nach Ablauf der Sanierungszeiten immer wieder Eigentümer gab, welche sich geärgert haben nicht an dem Projekt teilgenommen zu haben und die Chancen etwas positives für sich zu erzielen nicht nutzten. Es müssen Gespräche mit den Eigentümern in gegenseitigem Einverständnis und Respekt geführt werden. Mit dem Ziel ein Ergebnis zu erhalten, welches allen Seiten gerecht wird. Die CDU-Fraktion ist fest überzeugt, mit dem Büro von Dr. Neureither, auf einen offenen Austausch mit den Eigentümern in dem Gebiet, oder bei Interesse der Angrenzer in diesem gesamten Bereich, auch Gespräche und Anregungen mit aufzunehmen und zu behandeln. Aber ganz wichtig bleibt für alle in dem gesamten Sanierungsgebiet „Ortskern III „die Möglichkeit bestehen, förderfähige Sanierungsmaßnahmen zu beantragen und mit Unterstützung aus öffentlichen Fördermitteln auch um zusetzten.

R. Hege